Die Geschichte des deutschen Landhandels

Ostdeutschland

Nach der Wende stellte sich für die Land- und Ernährungswirtschaft Ostdeutschlands die Frage, wie die Organisation in Zukunft aussehen sollte. Sollte weiterhin die Gemeinschaftsproduktion im Vordergrund stehen (egal in welcher Rechtsform), oder lag im bäuerlichen Familienbetrieb westlicher Prägung die Zukunft. Die vor- und nachgelagerten Stufen der Landwirtschaft und die Verarbeitung mußten anders organisiert werden. Die Funktion des Landhandels versuchen verschiedene Gruppen zu erfüllen. Die ehemaligen agrochemischen Zentren (ACZ), die Raiffeisengenossenschaften und die Vereinigten Landkaufleute (VL) und Einzelunternehmen drängten auf den neuen Markt. Wie die Entwicklung dieses Marktes weitergeht wird sich noch erweisen. Für die Entwicklung von Landwirtschaft und Landhandel, nicht nur in Ostdeutschland, ist es von entscheidender Bedeutung, wie die Länder Osteuropas in die Europäische Gemeinschaft hineinwachsen.

Groß- und Importhandel

Die Funktion des Großhandels nehmen heute die Zentralgenossenschaften und die Unternehmen der VL- Gruppe wahr. Der Import liegt in der Hand einiger US-Ableger.

Die Firmen sind in internationale Unternehmen eingebunden, da die wesentlichen Geschäfte des Agrarmarktes nur noch unter Berücksichtigung der arbeitsteiligen Weltwirtschaft möglich sind. Ein Landhandelsunternehmen kann diese Funktion heute nicht mehr wahrnehmen.

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